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Anteil der atypisch Beschäftigten in NRW ist weiter hoch

Anteil der atypisch Beschäftigten in NRW ist weiter hoch

Knapp ein Viertel der Beschäftigten arbeiten in NRW in einem atypischen Beschäftigungsverhältnis. Bild: Joe Kramer
Knapp ein Viertel der Beschäftigten arbeitet in NRW in einem atypischen Beschäftigungsverhältnis. Bild: Joe Kramer

Knapp ein Viertel (22,7 Prozent) der Beschäftigten in Nordrhein-Westfalen arbeitet in einem atypischen Arbeitsverhältnis. Das zeigen Zahlen, die die amtliche Statistikstelle IT-NRW jetzt veröffentlicht hat. Als atypisch beschäftigt gelten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die einer befristeten oder einer Teilzeitbeschäftigung mit bis zu 20 Wochenstunden nachgehen, die als Leiharbeiter oder in einem Minijob arbeiten.

Aus der amtlichen Statistik geht hervor,  dass im Jahr 2016 in Nordrhein-Westfalen 5,2 Millionen Erwerbstätige im Alter von 15 bis 64 Jahren in einem Normalarbeitsverhältnis standen. Zu den Normalarbeitnehmern gehören abhängig Beschäftigte mit einer unbefristeten und voll sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit, die eine wöchentliche Arbeitszeit von mehr als 20 Stunden umfasst und die direkt für den Arbeitgeber erbracht wurde.

1,75 Millionen Arbeitnehmer/-innen befanden sich 2016 in atypischer Beschäftigung. Hier waren mehr als doppelt so viele Frauen wie Männer vertreten. Während mehr als jede dritte erwerbstätige Frau (34,2 Prozent) einer atypischen Beschäftigung nachging, war es bei den Männern nur jeder achte Erwerbstätige (12,6 Prozent). Der überdurchschnittlich hohe Anteil von Frauen in atypischer Beschäftigung ist vor allem auf einen hohen Anteil Teilzeitbeschäftigter zurückzuführen. 29,7 Prozent der abhängig beschäftigten Frauen arbeiteten bis zu 20 Stunden wöchentlich. Bei den Männern hatten nur 4,5 Prozent ihre Arbeitszeit entsprechend reduziert.

Während sich die Zahl der Erwerbstätigen in Normalarbeitsverhältnissen seit 2006 um 10,5 Prozent erhöht hat, stieg die Zahl der atypisch Beschäftigten um +1,5 Prozent.

Nordrhein-Westfalens Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat erleichtert auf den deutlichen Anstieg regulär bezahlter Beschäftigung im Land reagiert. "Es ist eine erfreuliche Entwicklung, dass sich die Zahl der Erwerbstätigen in Normalarbeitsverhältnissen im Gegensatz zu den atypisch Beschäftigten so deutlich erhöht hat", sagte Laumann der in Essen erscheinenden Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ, Donnerstagausgabe).

Wie die Statistiker weiter mitteilen, wurden bei dieser Statistik nur die Kernerwerbstätigen berücksichtigt. Hierzu gehören Erwerbstätige im Alter von 15 bis 64 Jahren, die sich nicht in schulischer oder beruflicher Ausbildung oder in einem Freiwilligendienst befinden. Neben den abhängig Erwerbstätigen in einem Normalarbeitsverhältnis bzw. in atypischer Beschäftigung zählen hierzu auch Selbstständige und mithelfende Familienangehörige.

Die Zahl der Minijobber/innen ist z.B. sehr viel höher, wenn Schüler, Studenten und Rentner mitgerechnet werden.

Quellen: IT.NRW, WAZ

 

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