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Arbeitsminister Laumann: „Digitalisierung so gestalten, dass sie den Menschen dient“

Arbeitsminister Laumann: „Digitalisierung so gestalten, dass sie den Menschen dient“

Arbeitsminister Karl-Josef Laumann hat auf der zentralen Kundgebung der DGB-Region Niederrhein die Rede zum Tag der Arbeit gehalten. Bild: MAGS NRW
Arbeitsminister Karl-Josef Laumann setzte sich am 01. Mai für starke Gewerkschaften und starke Betriebsräte ein. Bild: MAGS NRW

Arbeitsminister Karl-Josef Laumann hat auf der zentralen Kundgebung der DGB-Region Niederrhein die Rede zum Tag der Arbeit gehalten. Die Veranstaltung im Duisburger Landschaftspark war eine der größten gewerkschaftlichen Kundgebungen anlässlich des Tags der Arbeit in Deutschland.

Vor mehreren tausend Teilnehmerinnen und Teilnehmern betonte Laumann die Bedeutung des Tags der Arbeit: „Der 1. Mai ist der Tag der Solidarität. Deshalb bin ich froh, dass wir heute gemeinsam für gute Arbeit, Gerechtigkeit und eine solidarische und weltoffene Gesellschaft hier zusammenstehen.“ Solidarität, Vielfalt und Gerechtigkeit seien Grundlagen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt - nicht nur in NRW.
 
Laumann stellte klar, dass aus seiner Sicht starke Gewerkschaften und starke Betriebsräte das Fundament der wirtschaftlichen Erfolgsgeschichte Deutschlands seien. „Leider gibt es aber auch Unternehmen, die das nicht verstanden haben. Die Behinderung der Betriebsratsarbeit ist keine Randerscheinung“, so der Arbeitsminister. „Unternehmen, die Betriebsratswahlen behindern, verhindern oder Beschäftigte unter Druck setzen und mit Kündigung bedrohen, denen müssen wir gemeinsam die ‚rote Karte‘ zeigen!“
 
Der Minister sprach zudem über den Wandel zur Arbeitswelt 4.0: „Die Digitalisierung ist Chance und Herausforderung zugleich. Ich will, dass wir sie als Chance begreifen und so gestalten, dass sie den Menschen dient.“ Die Digitalisierung biete die Möglichkeit, Arbeit gesünder, abwechslungsreicher und besser mit dem Privatleben vereinbar zu machen. Dazu brauche es allerdings eine moderne Mitbestimmung, die es ermöglicht, dass die Beschäftigten auf Augenhöhe mit dem Management den digitalen Umbau gestalten. Laumann: „Ein sozialverträglicher digitaler Wandel wird uns nicht in den Schoß fallen, wie ein reifer Apfel. Er wird uns nur gelingen, wenn Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer deutlich machen, was sie wollen und wo Grenzen liegen.“

 

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