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Ausstellung „Faire Arbeit – Fairer Wettbewerb“ eröffnet!

Ausstellung „Faire Arbeit – Fairer Wettbewerb“ eröffnet!

Talkrunde bei der Ausstellungseröffnung in Oberhausen
Talkrunde bei der Ausstellungseröffnung in Oberhausen

„Wir müssen die Rahmenbedingungen am Arbeitsmarkt so fair halten, dass sie existenzsichernd für die Menschen sind!“ Mit diesen Worten eröffnete Britta Costecki, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Oberhausen, am Montag im Oberhausener Rathausfoyer die Ausstellung „Faire Arbeit – Fairer Wettbewerb“. Angesichts der großen Zahl der atypisch und mit Niedriglohn beschäftigten Menschen in NRW, von denen die Mehrzahl Frauen sind, müsse ihrer Meinung nach die Politik früh ansetzen, um eine faire und gerechte Arbeitswelt zu gestalten. Deshalb freue sie sich sehr, dass die Ausstellung ihren ersten Präsentationsort in Oberhausen gefunden hat.

Barbara Molitor, Referatsleiter im Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NRW, betonte, dass die Initiative „Faire Arbeit – Fairer Wettbewerb“ ein zentrales Anliegen der Landesregierung ist. „Wir wollen die Finger in die Wunden legen, aber auch zeigen, dass es  viele Beispiele für faire Arbeit in NRW gibt!“

In der Ausstellung erhalten die Besucherinnen und Besucher Informationen und Praxisbeispiele zu den Themen Minijobs, Leiharbeit und faire Löhne. Arbeitgeber und Beschäftigte zeigen zum Beispiel, dass sich die Umwandlung von Minijobs in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lohnt und dass faire Arbeit und Wettbewerbsfähigkeit kein Widerspruch sind. Daneben bietet die Ausstellung Zugang zu weiterführenden Informations- und Beratungsangeboten des Landes.

Nach der offiziellen Eröffnung der Ausstellung diskutierten, moderiert von Christine Kostrzewa vom Medienbüro Essen, Expertinnen und Experten über faire Arbeit und fairen Wettbewerb.

Barbara Molitor unterstrich dabei als Vertreterin des Arbeitsministeriums, dass die Landesinitiative „Faire Arbeit – Fairer Wettbewerb“ auf verschiedenen Ebenen aktiv ist. Neben Gesetzesinitiativen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für faire Arbeit, entwickelt die Initiative konkrete Unterstützungsangebote für z.B. Leiharbeitnehmer, Minijobberinnen und Minijobber und informiert Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

Holger te Heesen, Geschäftsführender Gesellschaft der ABC-Logistik GmbH Düsseldorf, sprach sich für eine faire und gleiche Behandlung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus. In seinem Unternehmen haben Leiharbeitnehmer gute Chancen, einen Stammarbeitsplatz zu erhalten.

Gabriele Poth, Leiterin des Zentrums für Umwelt und Energie der Handwerkskammer Düsseldorf, verwies auf teilweise skandalöse Praktiken in der Bauwirtschaft. Über ein vom Land NRW gefördertes Projekt versuche das Handwerk  zusammen mit vielen Partnern, eine faire und transparente Vergabepraxis für die Bauwirtschaft in Oberhausen umzusetzen.

Katja Köhler von der „Hotline Zeitarbeit NRW", berichtete aus der Beratungspraxis. Viele Menschen in der Leiharbeit leiden unter z.T. sehr kurzen Beschäftigungsverhältnissen und werden immer noch ungleich und ungerecht behandelt.

Ulrike Joschko, Geschäftsführerin der NRW Regionalagentur MEO e.V., erklärte, die Region habe das Angebot der Ausstellung gerne angenommen. Damit könne man einen konkreten Beitrag dazu leisten, für faire Arbeit in der Region zu werben.

Die Ausstellung wird noch bis zum 29.06.2015 im Rathaus Oberhausen gezeigt.

 

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