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Ausstellung "Faire Arbeit - Fairer Wettbewerb" im Arbeitslosenzentrum Mönchengladbach

Ausstellung "Faire Arbeit - Fairer Wettbewerb" im Arbeitslosenzentrum Mönchengladbach

Die Ausstellung "Faire Arbeit - Fairer Wettbewerb" ist vom 10. bis zum 19.05.17 im Arbeitslosenzentrum Mönchengladbach zu sehen. Bild: Reviera
Nach 30 Stationen (Bild Foyer Rathaus Oberhausen) ist die Ausstellung "Faire Arbeit - Fairer Wettbewerb" im Arbeitslosenzentrum Mönchengladbach zu sehen. Bild: Reviera

Nach rund 30 Ausstellungsorten macht die Wanderausstellung „Faire Arbeit – Fairer Wettbewerb“ vom 10.05. bis zum 19.05.2017 Station im Arbeitslosenzentrum Mönchengladbach (Lüpertzender Straße 69, 41061 Mönchengladbach).

Die Ausstellung wurde von einem breiten Bündnis von Institutionen und Initiativen nach Mönchengladbach geholt. Neben dem Arbeitslosenzentrum gehören das Bündnis für Menschenwürde und Arbeit, der DGB - Stadtverband Mönchengladbach, die Gladbacher Fairtrade-Initiative und der Volksverein gegen Arbeitslosigkeit zur Veranstaltungsgemeinschaft.

Bei der Eröffnung der Ausstellung am 10.05.2017 betonte Karl Sasserath, Geschäftsführer des Arbeitslosenzentrums Mönchengladbach, vor mehreren Pressevertretern, dass die Ausstellung und das bereitgehaltene Informationsmaterial in Mönchengladbach und im Arbeitslosenzentrum einen zentralen Nerv treffen. Aus der täglichen Beratung erfahren die Berater des Arbeitslosenzentrums immer wieder, dass zahleiche Aufstocker und Arbeitslose in prekären Beschäftigungsverhältnissen tätig sind oder bereits in prekärer Beschäftigung gearbeitet haben. Zudem sind die Ratsuchenden häufig nicht über die eigenen Rechte als Arbeitnehmer und geltende Mindestarbeitsbedingungen aufgeklärt.

Stefan Kulozik, Gruppenleiter der Gruppe „Ordnung auf dem Arbeitsmarkt und Arbeitsmarktpolitik“ im Arbeitsministerium NRW, hob hervor, dass es bei Fairness nicht nur um die Einhaltung von Regeln und Gesetzen, sondern um weiterführende Elemente wie auskömmliche Bezahlung und die Sicherheit des Arbeitsverhältnisses geht. Diese Kernthemen der Initiative sind letztlich nicht nur für die Beschäftigten von Bedeutung, sondern tragen auch zu einem fairen Wettbewerb der Unternehmen bei. Er lobte die Initiative des Veranstaltungsbündnisses, die Ausstellung in Mönchengladbach zu zeigen. Nach rund 30 Stationen wird die Ausstellung dort das erste Mal in einem Arbeitslosenzentrum gezeigt. Die Gruppe der Arbeitslosen und Aufstocker ist eine wichtige Zielgruppe der Ausstellung, denn mit der Ausstellung können diese sich über faire Arbeitsbedingungen sowie geltende Rechte und Pflichten informieren.

Hans Lehmann (Vorsitzender, DGB-Stadtverband Mönchengladbach) und Klaus Churt (Gewerkschaftssekretär des DGB-Region Düsseldorf-Bergisch Land) stellten heraus, dass das Thema „Faire Arbeit“ natürlich auch ein Kernthema der Gewerkschaften ist. Der DGB setzt sich dafür ein, die vergleichsweise hohe Tarifbindung in NRW aufrechtzuhalten und dem derzeitigen Abwärtstrend  entgegenzuwirken. Somit setzt die Initiative genau an der richtigen Stelle an, sie habe auch zukünftig eine Daseinsberechtigung und sollte weitergeführt werden. In Mönchengladbach als aktuellem Ausstellungsort der Wanderausstellung ist zudem im Vergleich mit dem Bundesdurchschnitt ein deutlich höherer Anteil der Beschäftigten in Leiharbeit. Dies habe auch strukturelle Ursachen. Die Ausstellung bedient in Mönchengladbach also eine große Zielgruppe.

In Mönchengladbach, als Fair Trade Town, zeigt die Ausstellung die Bedeutung von fairer Arbeit und fairem Wettbewerb in NRW. Ein kleiner Baustein hierbei ist aber auch, dass in den Produktionsländern von hier vertriebenen Waren, faire Standards und Arbeitsbedingungen eingehalten werden, betonte Wolfgang Funke, Vorstandsmitglied der Gladbacher Fairtrade-Initiative. Ein fair produziertes und gehandeltes Produkt habe schließlich nicht zuletzt auch Auswirkungen auf den hiesigen Arbeitsmarkt und den Wettbewerb in NRW.

Matthias Merbecks, Prokurist des Volksvereins gegen Arbeitslosigkeit, unterstrich noch einmal, dass in Mönchengladbach ein hoher Anteil von SGB II Empfängern und Langzeitarbeitslosen lebt. Diese kommen häufig aus prekärer Beschäftigung in Arbeitslosigkeit oder finden den Widereinstieg in den Arbeitsmarkt in prekärer Beschäftigung. Die Ausstellung setze in Mönchengladbach also an der richtigen Stelle an und trage zur Aufklärung der Betroffenen bei.

Den Bericht der "Rheinischen Post" zur Ausstellungseröffnung finden Sie hier.

Den Bericht des Stadtfernsehens (ab Minute 1.20) finden Sie hier.

 

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