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Forum gegen Schwarzarbeit in der Emscher-Lippe Region

Forum gegen Schwarzarbeit in der Emscher-Lippe Region

Schwarzarbeit fügt der Volkswirtschaft erhebliche Schäden zu. Bild: Joe Kramer
Schwarzarbeit fügt der Volkswirtschaft erhebliche Schäden zu. Bild: Joe Kramer

Die Handwerkskammer Münster und der DGB Emscher-Lippe haben am 16. September  die Vertreter der Städte, der Kammern und weiterer  wichtiger Wirtschafts- und Arbeitsmarktakteure in der Emscher-Lippe-Region zum ersten gemeinsamen Forum gegen Schwarzarbeit in den Wissenschaftspark in Gelsenkirchen eingeladen. Dr. Josef Hülsdünker vom DGB und Knut Heine von der Handwerkskammer Münster stellten den rund 80 Gästen ihr gemeinsames Projekt „Bündnis zur Bekämpfung der Schwarzarbeit“ vor und warben dabei für eine Kultur des Hinschauens und des Mitmachens im Kampf gegen die Schwarzarbeit. Die negativen Folgen der Schwarzarbeit für die Volkswirtschaft durch geringere Beitragseinnahmen bei den Sozialkassen, den vorenthaltenen Steuern bis hin zu den Arbeitsplatzverlusten bei den Unternehmen wurden von DGB und Handwerkskammer eindringlich dargestellt. Das Arbeitsministerium des Landes unterstützt dieses regionale Bündnis, das im Rahmen der Initiative „Fairer Arbeit – Fairer Wettbewerb“ mit Mitteln aus dem europäischen Sozialfonds gefördert wird. Barbara Molitor als Vertreterin des Ministeriums verspricht sich von dem Projekt daher auch wichtige Impulse für die Landesinitiative.

Prof. Dr. Detlef Aufderheide beleuchtete in seinem Vortrag den Widerspruch zwischen den Ansprüchen der Wirtschaftsethik und dem Alltagserleben zur Schwarzarbeit und ging dabei auch der Frage nach, warum Schwarzarbeit immer noch von vielen als Kavaliersdelikt betrachtet wird.

Dass Schwarzarbeit kein Kavaliersdelikt ist, sondern bekämpft werden muss, wurde auch in der anschließenden Podiumsdiskussion bekräftigt. Mit der anstehenden Änderung des Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetzes werden dann auch den Kommunen mehr rechtliche Möglichkeiten zur Bekämpfung der Schwarzarbeit eingeräumt.

Den Vortrag von Prof. Dr. Aufderheide finden Sie hier.

Die Projektdarstellung finden Sie hier.

 

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