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G.I.B. Arbeitsmarktreport 2016: Themenbericht Beschäftigung

G.I.B. Arbeitsmarktreport 2016: Themenbericht Beschäftigung

Die Gesamtzahl der Erwerbstätigen ist in Nordrhein-Westfalen zwischen 2005 und 2015 um 8,2 % auf 9.182.900 gestiegen.

Bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zeigt sich im selben Zeitraum eine noch größere Steigerung um 14,7 %. Diese Zunahme geht zum größten Teil auf den Anstieg der Teilzeitbeschäftigung zurück (+26,9 % ggü. +5,7 % bei der Vollzeitbeschäftigung). 2015 waren 25,7 % der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Teilzeit tätig.

2015 wurden auf Basis des Mikrozensus in Nordrhein-Westfalen 1.712 Mio. atypisch Beschäftigte ermittelt – mit 71,6 % ist der Großteil davon weiblich. Damit befinden sich rd. 38 % der weiblichen Kernerwerbstätigen in atypischen Beschäftigungsverhältnissen, bei den Männern sind es rd. 14 %.

Unter den atypisch Beschäftigten stellen (nach Daten des Mikrozensus) die geringfügig Beschäftigten die größte Gruppe dar (rd. 585.000), gefolgt von den Teilzeit-Beschäftigten (rd. 564.000) und den befristet Beschäftigten (rd. 544.000). Die Zahl der Leiharbeitnehmer/-innen liegt 2015 bei rd. 141.000.

Die Zahl der geringfügig entlohnten Beschäftigten (auf Basis der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit) ist seit 2005 bis 2014 kontinuierlich gestiegen, gegenüber 2014 ist die Zahl aber zum Jahr 2015 um 2,1 % gesunken. Der Rückgang geht vor allem auf die ausschließlich geringfügig entlohnte Beschäftigung zurück. Er betrug -3,6 %. Die Zahl der geringfügig entlohnten Beschäftigten im Nebenjob ist dagegen 2015 gegenüber dem Vorjahr um 1,7 % gestiegen.

Ende 2015 arbeiteten in Nordrhein-Westfalen 810.207 sozialversicherungspflichtige Vollzeit-Beschäftigte unterhalb der westdeutschen Niedriglohnschwelle von 2.146 Euro monatlichem Bruttoeinkommen. Das sind    19,0 % aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Vollzeit, 2012 lag dieser Anteil noch bei 18,4 %.

Frauen sind deutlich häufiger im Niedriglohnsektor beschäftigt als Männer. So liegt der Anteil der Niedriglohnbeschäftigten bei den Frauen bei 28,2 %, während bei den Männern 14,7 % der Vollzeitbeschäftigten zu den Niedriglohnbeschäftigten zählen. Allerdings ist gegenüber 2012 der Frauenanteil gesunken, d. h. die wachsende Zahl der Niedriglohnbeschäftigten geht vor allem auf die Männer zurück.

2015 haben 306.297 Erwerbstätige zusätzlich zu ihrem Erwerbseinkommen Leistungen aus dem SGB II bezogen, das entspricht einem Anteil von 26,6 % an den erwerbsfähigen Leistungsberechtigten. 2014 lag der Anteil mit 26,9 % noch leicht höher.

Den G.I.B. Arbeitsmarktreport 2016, Themenbericht: Struktur und Entwicklung der Beschäftigung mit dem Schwerpunkt atypische und Niedriglohn-Beschäftigung steht hier als Download zur Verfügung.

 

 

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