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Leiharbeit nimmt zu!

Leiharbeit nimmt zu!

Übedr eine Million Menschen sind in der Leiharbeit in Deutschland beschäftigt. Bild: Joe Kramer
Über eine Million Menschen sind in der Leiharbeit in Deutschland beschäftigt. Bild: Joe Kramer

Ende Juli 2017 gab es 1,13 Millionen Beschäftigungsverhältnisse in der Zeitarbeit – ein gutes Drittel davon bestand seit mindestens 18 Monaten, ein Fünftel zwischen neun und unter 18 Monaten. Das geht aus den Zahlen hervor, die die Bundesagentur für Arbeit (BA) jetzt veröffentlicht hat.

„Gerade für Menschen ohne Abschluss oder mit geringer Qualifikation kann die Zeitarbeit ein Einstieg in den Arbeitsmarkt sein“, erklärte eine BA-Sprecherin. Bei Zeitarbeit ist der Anteil der Personen ohne Berufsabschluss mit 27 Prozent deutlich höher als im Schnitt aller Beschäftigten (16 Prozent).

Verdienst in der Leiharbeit ist immer noch deutlich niedriger

Von den rund 1,9 Millionen Arbeitslosen, die zwischen November 2016 und Oktober 2017 einen sozialversicherungspflichtigen Job am ersten Arbeitsmarkt aufgenommen haben, war fast jeder fünfte (358.000) vorher in der Zeitarbeit beschäftigt. Laut Bundesagentur fanden in diesem Zeitraum auch 15.000 Arbeitslose aus den wichtigsten Asyl-Herkunftsländern einen Job in der Branche. Gut vier von zehn Zeitarbeitern war zwischen Juli 2016 und Juni 2017 in der Produktion tätig, knapp jeder dritte – etwa in der Sicherheits- und Reinigungsbranche – in einem wirtschaftlichen Dienstleistungsberuf. Mit 1816 Euro brutto im Monat liegt der mittlere Verdienst von Leiharbeitern um 42 Prozent niedriger als bei allen sozialversicherungspflichtigen Vollzeitbeschäftigten.

NRW hat die meisten Leiharbeitskräfte

Das einwohnerstärkste Bundesland Nordrhein-Westfalen hat zahlenmäßig die meisten Zeitarbeitskräfte (248.007). Bremen hat mit 4,8 Prozent den höchsten Zeitarbeitsanteil an der Gesamtbeschäftigung, gefolgt von Thüringen mit 4,0 Prozent. Schlusslichter sind Schleswig-Holstein (2,0 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (1,8 Prozent).

Quelle: IQZ, BA

 

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