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Leiharbeit steigt weiter an

Leiharbeit steigt weiter an

Die Zahl der Leiharbeitnehmer ist erneut angesteigen. Bild: Joe Kramer
Die Zahl der Leiharbeitnehmer ist erneut angesteigen. Bild: Joe Kramer

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) verzeichnet erneut einen Anstieg der Beschäftigten in der Leiharbeit. Im August 2016 waren 862.700 Zeitarbeitnehmer sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das sind 11.500 mehr (1,5 Prozent) als im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr verzeichnet die Branche sogar einen Anstieg von 16.700 Arbeitnehmern (2 Prozent). Insgesamt sind 961.000 Menschen in der Leiharbeit beschäftigt.

Fast zwei von drei Leiharbeitern arbeiteten zuletzt zu besonders niedrigen Löhnen. Sie lagen mit durchschnittlich 1.700 Euro unter der Niedriglohnschwelle von rund 1970 Euro, also unter dem Lohn, der zwei Drittel des mittleren Gehalts der Beschäftigten insgesamt beträgt. 5,7 Prozent der Leiharbeitnehmer haben Anspruch auf ergänzende Leistungen und stocken ihr Gehalt mit Hartz IV auf. Nur jedes vierte Leiharbeitsverhältnis besteht neun Monate oder länger. 15 Prozent dauern 15 Monate, 12 Prozent über 18 Monate.

In den laufenden Tarifverhandlungen mit den Arbeitgeberverbänden BAP und IGZ fordern die DGB Gewerkschaften  für die Beschäftigten eine Lohnerhöhung von sechs Prozent; pro Stunde soll es mindestens 70 Cent mehr geben. Außerdem wollen sie eine Ost-West-Angleichung in allen Entgeltgruppen durchsetzen. Der neue Tarifvertrag soll 12 Monate gelten. der Mindestlohn in der Leiharbeit beträgt aktuell 9 € (West) und 8,50 € (Ost).

 

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