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Mehr Lohn in der Wach- und Sicherheitsbranche in NRW

Mehr Lohn in der Wach- und Sicherheitsbranche in NRW

Die Tarifverhandlungen für über 52.000 Beschäftigte der Wach- und Sicherheitsbranche in Nordrhein-Westfalen (NRW) sind in der Nacht zum Donnerstag mit einem guten Ergebnis (dem besten seit zehn Jahren) abgeschlossen worden. Der Abschluss umfasst eine Lohnsteigerung der 13 Lohngruppen von 6 bis 10,1 Prozent in einem Zeitraum von 24 Monaten. In der untersten Lohngruppe, in der sich der Großteil der Beschäftigten wiederfindet, steigen die Löhne um 8,1 Prozent auf 11 Euro pro Stunde zum 1. Januar 2020. Der Abstand zum gesetzlichen Mindestlohn konnte damit weiter ausgebaut werden.

„Unser Ziel, die Sicherheitsbranche aus dem Niedriglohnsektor herauszuholen, rückt endlich in greifbare Nähe“, so Andrea Becker, ver.di Verhandlungsführerin in NRW. Ein weiterer Erfolg sei laut Becker, dass es nach fünfjährigen Verhandlungen nun gelungen sei, die Neuregelung der Lohnstruktur abzuschließen. Die Kriterien, nach denen Beschäftigte eingruppiert werden, seien ab jetzt transparenter, differenzierter und rechtssicherer.

Durch die neue Lohnstruktur gibt es für viele Beschäftigte sogar die Chance einer Höhergruppierung. Erstmalig werden beispielsweise Meister für Schutz und Sicherheit mit 18 Euro pro Stunde vergütet. Der Abschluss beinhaltet außerdem zwei Zulagen für zivile Hundeführer und eine Zulage für Betriebssanitäter. Verhandlungspartner auf der Arbeitgeberseite war der Arbeitgeberverband BDSW (Bundesverband der Sicherheitswirtschaft). Die Laufzeit des Tarifvertrags ist für den Zeitraum vom 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2020 vereinbart. 

Das Tarifergebnis wurde von der Tarifkommission einstimmig angenommen.

Quelle: ver.di BV

 

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