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Mindestens 9,00 Euro: Tarifabschluss bei McDonald's, Burger King und Co.

Mindestens 9,00 Euro: Tarifabschluss bei McDonald's, Burger King und Co.

Neuer Tarifvertrag in der Systemgastronomie

Nach vier ergebnislosen Tarifverhandlungen und deutschlandweiten Warnstreiks haben sich die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und der Bundesverband der Systemgastronomie (BdS) in der Nacht zu Freitag, den 14. Juli 2017, auf den Abschluss eines neuen Tarifvertrags geeinigt.  

Die neue Vereinbarung sieht Lohnerhöhungen zwischen 7,3 und 8,7 Prozent in drei Stufen vor. Das Einstiegsgehalt liegt ab 1. August 2017 bei 9,00 Euro.

Dazu erklärte der Verhandlungsführer und stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft NGG, Guido Zeitler: „Mit diesem Tarifabschluss wird der Abstand der untersten Lohngruppe zum Mindestlohn deutlich ausgebaut – damit haben wir ein wichtiges Ziel erreicht: Die anstrengende und verantwortungsvolle Arbeit in der Systemgastronomie ist mehr wert als Mindestlohn. Auch für die oberen Lohngruppen konnten wir ein Ergebnis erreichen, das gut in die Tariflandschaft passt. Ohne  den Einsatz und den Mut der Beschäftigten, die sich an Warnstreiks beteiligt haben, wäre dieses Ergebnis nicht möglich gewesen.“

Der neue Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2019. Die Vergütungen der Auszubildenden steigen in den kommenden 29 Monaten in allen drei Ausbildungsjahren um 60 Euro.

Hintergrund: Die Gewerkschaft NGG hat mit dem Bundesverband der Systemgastronomie (BdS) über einen neuen Tarifvertrag und mehr Geld für die rund 100.000 Beschäftigten in den Mitgliedsunternehmen des BdS verhandelt. Dazu gehören unter anderem McDonald’s, Burger King, Starbucks, Nordsee, Autogrill, Tank und Rast, Kentucky Fried Chicken und Pizza Hut. Die NGG war mit einer Forderung von 6 Prozent mehr Geld für alle Beschäftigte und Einstiegslöhnen deutlich oberhalb des Mindestlohns von 8,84 in Tarifverhandlungen gegangen. Nach vier ergebnislosen Tarifverhandlungen hatten sich NGG und BdS auf eine Schlichtung unter Vorsitz von Dr. Harald Wanhöfer, Präsident des Landesarbeitsgerichts München, geeinigt, die oben genanntes Ergebnis brachte.

 

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