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Mindestlohn Missbrauch bei Praktika

Mindestlohn Missbrauch bei Praktika

Rund 60.000 Praktika werden jedes Jahr in Deutschland absolviert. Knapp drei Viertel davon finden im Rahmen des Studiums statt und sind damit als Pflichtpraktikum in der Regel vom Mindestlohn ausgenommen. Trotzdem hat sich seit der Einführung des Mindestlohns die finanzielle Situation der Praktikanten verbessert: Vorher bekamen sie im Schnitt weniger als 800 Euro brutto im Monat, das entspricht einem Stundenlohn von weniger als 4,61 Euro.

In der Studie "Praktikum und Mindestlohn: der Faktencheck", die im Auftrag der DGB-Jugend erstellt wurde, weisen die Autoren auch darauf hin, dass bei vielen Praktika missbräuchlich der Mindestlohn nicht gezahlt wird. So würden freiwillige Praktika zu Pflichtpraktika umdeklariert, Arbeitszeiten manipuliert und Sachleistungen widerrechtlich auf den Mindestlohn angerechnet.

Die Gewerkschaftsjugend fordert höhere Qualitätsstandards für Praktika, die Abschaffung von Mindestlohnausnahmen bei freiwilligen Praktika und die generelle Einführung eines Mindestentgelts für Pflichtpraktika analog dem BAföG-Höchstsatz.

Die vollständige Studie finden Sie hier.

 

 

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