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Mindestlohn-Verstöße: Zoll ermittelt in 1000 Fällen

Mindestlohn-Verstöße: Zoll ermittelt in 1000 Fällen

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) hat zahlreichen Verstöße gegen den Mindestlohn in der Gastronomiebranche ermittelt. Bild: Michel Koczy
Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) hat zahlreiche Verstöße gegen den Mindestlohn in der Gastronomiebranche ermittelt. Bild: Michel Koczy

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls (FKS) ist bei der bundesweiten Schwerpunktprüfung im Hotel- und Gaststättengewerbe vom 9. bis 10. November 2017 in zahlreichen Betrieben fündig geworden.

In über 2700 Fällen sind nach Angaben des Zolls weitere Sachverhaltsaufklärungen durch die Finanzkontrolle Schwarzarbeit erforderlich. In mehr als 1000 Fällen wird dabei dem Verdacht der Mindestlohnunterschreitung nachgegangen. Als weitere mögliche Verstöße werden Missachtung sozialversicherungsrechtlicher Meldepflichten, unrechtmäßiger Bezug von Sozialleistungen und illegale Ausländerbeschäftigung genannt.

Direkt im Umfeld der großangelegten Razzia wurden bereits 433 Ermittlungsverfahren gegen Arbeitgeber und Arbeitnehmer eingeleitet werden. Festgestellt wurden hauptsächlich Verstöße gegen sozialversicherungsrechtliche Meldepflichten und ausländerrechtliche Vorschriften.

In einigen Fällen kam es sogar zu Festnahmen von Personen ohne gültige Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis. An der Razzia waren 3295 Prüfkräfte beteiligt, die rund 14.900 Personen befragt und in 1400 Fällen Geschäftsunterlagen eingesehen haben.

Quelle: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung 20.11.17

 

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