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Neuer Mindestlohn im Gerüstbauer-Handwerk

Neuer Mindestlohn im Gerüstbauer-Handwerk

Ende April läuft der aktuell gültige Mindestlohntarifvertrag für den Gerüstbau aus. Deshalb haben sich die Bundesinnung Gerüstbau und die IG BAU jetzt auf eine neue Lohnuntergrenze geeinigt. Demnach soll der Branchenmindestlohn zum 1. Mai bundesweit auf 11,35 Euro steigen. Das entspricht einer Steigerung um 35 Cent je Arbeitsstunde. Ohne einen Anschlussmindestlohn drohten die Beschäftigten auf das Niveau des gesetzlichen Mindestlohns in Höhe von nur noch 8,84 Euro zurückzufallen.

Im November 2017 hatten die Tarifpartner die Verhandlungen zunächst ergebnislos abgebrochen. Sie konnten sich damals weder auf einen neuen Mindestlohn noch auf eine Erhöhung von Löhnen und Ausbildungsvergütungen einigen.

Die Arbeitgeber hätten sich beim Mindestlohn in den nächsten drei Jahren eine Steigerung um rund 6,4 Prozent auf 11,70 vorstellen können, wie die Bundesinnung Gerüstbau Ende letzten Jahres mitteilte. Doch dann habe die Gewerkschaft die Tarifverhandlungen abgebrochen.

Mittlerweile liegt zumindest eine Einigung auf einen Anschlusstarifvertrag für den Mindestlohn vor. Damit die neue Lohnuntergrenze in Kraft treten kann, muss die Bundesregierung sie noch für allgemeinverbindlich erklären.

Was noch nicht vorliegt, ist eine Einigung beim Lohntarifvertrag. Die Tarifpartner haben aber bereits angekündigt, dass es diesbezüglich bald Verhandlungen geben werde. Die IG BAU fordert ein Plus von 1 Euro pro Stunde für den Ecklohn. Zudem sollen die Vergütungen für Auszubildende erhöht werden.

Quelle: handwerk.com/IG BAU

 

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