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Streiks bei Amazon in NRW

Streiks bei Amazon in NRW

An drei Tagen (Montag, Mittwoch und Donnerstag) haben die Beschäftigten an den beiden Amazon-Standorten in NRW in Rheinberg und Werne gestreikt. Damit soll das Weihnachtsgeschäft des Versandhändlers weiter gestört werden. Durch die eintägige Streikunterbrechung und den folgenden zweitägigen Streik zeigten die streikenden Beschäftigten erneut ihre Flexibilität im Arbeitskampf. 

„Solange Amazon den Beschäftigten den Tarifvertrag vorenthält, werden die Kolleginnen und Kollegen gerade in der stressigen Vorweihnachtszeit weiter dafür sorgen, dass Amazon Lieferversprechen nicht einhalten kann“, erklärt Silke Zimmer, Fachbereichsleiterin Handel bei ver.di NRW. „Bei Amazon müssen die Beschäftigten gerade in dieser Zeit unter enormen Druck schnell und zuverlässig harte Arbeit leisten. Dafür werden sie von dem Versandhändler völlig unangemessen bezahlt. Die Beschäftigten brauchen die Sicherheit eines Tarifvertrags, der   existenzsichernde Löhne verbindlich festlegt, damit auch die Beschäftigten bei Amazon das Weihnachtsfest genießen und unbeschwert ins neue Jahr rutschen können.“ 

Für Zimmer sind aber nicht nur die Löhne ein Problem bei Amazon: „Auch die Arbeitsbedingungen lassen zu wünschen übrig. Einen Tarifvertrag über „Gute und gesunde Arbeit“ will das Unternehmen nicht mit uns verhandeln. Stattdessen wird weiter unmenschlicher Druck auf die Kolleginnen und Kollegen ausgeübt. Auch dieses Thema werden wir weiter mit den Beschäftigten diskutieren“. 

Amazon war in jüngster Zeit auch wegen der überdurchschnittlichen Krankheitsquote und der fortwährenden Mitarbeiter*innen Überwachung in die Kritik geraten.

Quelle: ver.di Handel

 

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