Schnellzugriff

Tarifrunde 2019: Für rund 7,3 Millionen Beschäftigte werden neue Vergütungstarifverträge verhandelt

Tarifrunde 2019: Für rund 7,3 Millionen Beschäftigte werden neue Vergütungstarifverträge verhandelt

Für 7,3 Millionen Beschäftigte werden 2019 neue Vergütungstarifverträge verhandelt. Bild: Michel Koczy
Für 7,3 Millionen Beschäftigte werden 2019 neue Vergütungstarifverträge verhandelt. Bild: Michel Koczy

Die Tarifrunde 2018 geht in die Schlussphase: In einigen Bereichen wird in den verbleibenden Wochen und Monaten des Jahres noch verhandelt. Dazu gehören zum Beispiel die Deutsche Bahn AG, wo die Verhandlungen heute beginnen oder das Bewachungsgewerbe. Zugleich laufen bereits in vielen Branchen die Vorbereitungen für die Tarifrunde 2019. Insgesamt verhandeln die DGB-Gewerkschaften im nächsten Jahr für rund 7,3 Millionen Beschäftigte neue Vergütungstarifverträge. Wann in welchem Bereich verhandelt wird, zeigt der tarifliche Kündigungsterminkalender, den das Tarifarchiv des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung jetzt vorlegt. Einige ausgewählte Beispiele (in Klammern: Beschäftigtenzahlen):

Dezember 2018:

• Öffentlicher Dienst Länder (Inklusive Berlin und Hessen) (935.700)

Die Tarifverträge bei den Ländern beeinflussen darüber hinaus die Einkommensentwicklung von etwa 2,1 Mio. Beamten und Versorgungsempfängern

Januar 2019:

• Bankgewerbe (o. Genossenschaftsbanken) (217.900) • Textilindustrie (46.200)

Februar:

• Bekleidungsindustrie Westdeutschland (30.200),• Papier erzeugende Industrie (39.000) • Private Energieversorgung Baden-Württemberg (37.000)

März:

• Einzelhandel Hessen, Saarland, Baden-Württemberg (498.000) • Groß- und Außenhandel Bayern (180.800)

April:

• Einzelhandel Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Bremen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Bayern (1.392.100)

• Groß- und Außenhandel Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Hessen, Rheinland-Rheinhessen, Pfalz, Saarland, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt (411.200)

Mai:

• Kfz-Gewerbe Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Pfalz, Saarland, Baden-Württemberg, Bayern, Mecklenburg-Vorpommern (281.500)

Juni:

• Wohnungs- und Immobilienwirtschaft (64.000)

Juli:

• Kunststoff verarbeitende Industrie Baden-Württemberg (59.200)

August:

• Versicherungsgewerbe (170.500) • Privates Verkehrsgewerbe Schleswig-Holstein (23.500)

September:

• Holz- und Kunststoff verarbeitende Industrie Niedersachsen/Bremen, Westfalen-Lippe, Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Sachsen (180.600)

• Kfz-Gewerbe Rheinland-Rheinhessen (12.400)

Oktober:

• Chemische Industrie Nordrhein, Hessen, Rheinland-Pfalz (268.000)

November:

• Chemische Industrie Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Bremen, Westfalen, Baden-Württemberg, Bayern, Berlin-West (284.800) • Privates Verkehrsgewerbe Hessen, Rheinland-Pfalz (90.800)

Dezember:

• Zeitarbeit (BAP und iGZ) (980.000) • Systemgastronomie (100.000)

• Chemische Industrie, Saarland, Ost (46.300)

In einigen Branchen wird im kommenden Jahr nicht verhandelt, weil dieVerträge bis ins Jahr 2020 gelten. Dies gilt z.B. für die Metall- und Elektroindustrie, Bund und Gemeinden des öffentlichen Dienstes oder das Bauhauptgewerbe.

Quelle: WSI Tarifarchiv – Hans-Böckler-Stiftung

 

Zurück