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Workers‘ Memorial Day: Arbeitgeber müssen Prävention ernst nehmen

Workers‘ Memorial Day: Arbeitgeber müssen Prävention ernst nehmen

Jedes Jahr gedenken Gewerkschaften weltweit am 28. April, dem Workers‘ Memorial Day, der durch Arbeitsunfälle verstorbenen oder verletzten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Neben dem Gedenken steht der Einsatz für die Gesunderhaltung der heute Beschäftigten an diesem Tag im Fokus.

1984 rief die kanadische Gewerkschaft für Angestellte im öffentlichen Dienst zum ersten Mal dazu auf, der im Arbeitsleben verstorbenen Kolleginnen und Kollegen zu gedenken. Seither wird dieser Gedenktag am 28. April in vielen Ländern weltweit begangen. In immer mehr Ländern ist er ein offizieller Gedenktag.

DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach verweist anlässlich des morgigen Gedenktages auf die potenziellen berufsbedingten Folgen von zu viel Sonneneinstrahlung:

„Kanalbauer, Dachdecker, Maurer und Obst- und Gemüsegärtner – sie alle gehören zu den 2,5 bis 3 Millionen Beschäftigten, die oft im Freien arbeiten. Sie sollen besser geschützt und abgesichert werden durch die Anerkennung des so genannten hellen Hautkrebses als Berufskrankheit. Vorrangiges Ziel ist, die Prävention zu verbessern. Erst danach geht es um Heilbehandlung, Rehabilitation oder Entschädigung.

2015 war das erste Jahr, in dem ‚heller Hautkrebs‘ als Berufskrankheit anerkannt wurde, in dem Jahr waren es 1485 Fälle. 2016 waren es bereits 3723 Fälle. Die Bundesregierung schätzt, dass in den nächsten Jahren bis zu 10.000 Betroffene jährlich die neue Berufskrankheit anzeigen könnten. Umso wichtiger ist es, dass Arbeitgeber ihre Mitarbeiter schützen und Prävention ernst nehmen. Sie müssen vorhandene Präventionskonzepte konsequent umsetzen, Betriebsräte haben ein Mitbestimmungsrecht.“

Quelle: DGB BV

 

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