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Zeitungszusteller kämpfen um den Mindestlohn

Zeitungszusteller kämpfen um den Mindestlohn

Bundesweit beklagen die Zeitungszusteller/innen, dass die Verleger versuchen, sich um den Mindestlohn zu drücken. Dabei hat der Gesetzgeber eine Ausnahme für Zeitungszusteller/innen festgelegt. Sie haben ab 1. Januar 2015 mindestens Anspruch auf 75 Prozent des Mindestlohns (6,37 Euro), ab 1. Januar 2016 auf 85 Prozent von 8,50 Euro (7,23 Euro). In 2017 haben sie dann Anspruch auf mindestens 8,50 Euro pro Stunde. Ab 2018 bekommen die Zeitungszusteller/innen den gesetzlichen Mindestlohn von 8,84 €.

Gerade Zeitungszusteller/innen werden häufig nach Stücklohn bezahlt. Dieser muss künftig so gestaltet werden, dass pro Stunde mindestens der Mindestlohn erreicht wird. Dafür müssen die Arbeitgeber/innen eine angemessene Anzahl der ausgetragenen Zeitungen pro Stunde definieren.

Zeiten zu knapp berechnet

Die meisten Zeitungsverleger berechnen die Zeit, in der ihre Zusteller/innen die Zeitungen austeilen sollen, mit einem Geo-Informationssystem. Nun beschweren sich inzwischen Zusteller/innen bundesweit: Die sogenannte Sollzeit sei nicht ausreichend. Ver.di kennt das Problem. Immer häufiger melden sich Betriebsräte und geben an, dass die Sollzeiten für die Zeitungsverteilung nicht richtig berechnet sind. So wird versucht, den Mindestlohn zu drücken. Die Folge: Immer mehr Zeitungszusteller/innen organisieren sich und wehren sich gegen die illegalen Praktiken der Zeitungsverleger.

 

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