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Zweite Tarifrunde Leiharbeit: Annäherung aber kein Abschluss!

Zweite Tarifrunde Leiharbeit: Annäherung aber kein Abschluss!

Die DGB-Tarifgemeinschaft Leiharbeit hat sich am Freitag in Hamburg zur zweiten Verhandlungsrunde mit dem Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister e.V. (BAP) und dem Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen e.V. (iGZ) getroffen.

Die Verhandlungen bleiben ohne Ergebnis. Die Gewerkschaften erwarten eine deutliche Nachbesserung des Angebots der Arbeitgeberseite, um noch in diesem Jahr zu einem Tarifabschluss zu kommen. Die Verhandlungen werden am 29./30. November 2016 in Berlin fortgesetzt.

Die Gewerkschaften fordern eine Erhöhung der Entgelte um 6 %, mindestens aber 70 Cent mehr pro Stunde, und eine Ost-West Angleichung der Entgelte. Die Arbeitgeber hatten eine Anhebung um 2,1 % angeboten.

Die Leiharbeit ist die einzige Branche, in der alle acht Mitgliedsgewerkschaften als DGB-Tarifgemeinschaft Tarifverhandlungen führen. Die Entgelttarifverträge zwischen der DGB-Tarifgemeinschaft und dem Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister e.V. (BAP) sowie dem Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen e.V. (iGZ) wurden fristgerecht zum 31.12. 2016 gekündigt.

Die unterste Entgeltgruppe liegt zurzeit bei 9,00 Euro (West) bzw. 8,50 Euro (Ost). Die Tarifverträge kommen für deutlich über 90 Prozent der ca. 951.000 Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter in Deutschland (Stand: Dezember 2015) zur Anwendung. Davon sind wiederum viele in Betrieben eingesetzt, für die Branchenzuschläge gelten. Die Tarifentgelte bilden auch die Basis für etwaige Branchenzuschläge.

 

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