Schnellzugriff

Tagung "Zukunft Europa: Die Arbeitnehmerfreizügigkeit praxisnah auswerten"

Tagung "Zukunft Europa: Die Arbeitnehmerfreizügigkeit praxisnah auswerten"

Seit 2013 weden Beschäftihte aus Osteuropa durch das Projekt "Arbeitnehmerfreizuügigkeit fair gestalten!" unterstützt. Bild: AuL NRW
Seit 2013 werden Beschäftigte aus Osteuropa durch das Projekt "Arbeitnehmerfreizügigkeit fair gestalten!" unterstützt. Bild: AuL NRW

Vor mehr als 50 Jahren verabschiedete der Europäische Rat die Verordnung über die Freizügigkeit der Arbeitnehmer/innen innerhalb der europäischen Gemeinschaft. Dieser Rechtsgrundlage zufolge haben EU-Bürger/innen grenzüberschreitend in allen EU-Mitgliedsländern die freie Wahl des Arbeitsplatzes. Seit 2014 können sich bulgarische und rumänische Staatsbürger/innen uneingeschränkt auch in Deutschland auf das ‚‚Grundrecht der Arbeitnehmer und ihrer Familien‘‘ berufen.

Die effektive Durchsetzung der Arbeitnehmerfreizügigkeit wird aber immer wieder in einigen Branchen in Verruf gebracht.  Viele osteuropäische Beschäftigte leiden unter der ausbeuterischen Praxis ihrer Arbeitgeber/innen, die die Gesetzgebung ausnutzen, um zusätzliche Gewinne zu machen. Ausstehende Löhne, menschenunwürdige Arbeitsbedingungen, das Umgehen des Mindestlohnes tragen beispielshaft zur Schwächung der Arbeitnehmerfreizügigkeit bei. Die Arbeitskräfte werden missbraucht statt gebraucht, ihre Kompetenzen und Qualifikationen werden nicht anerkannt.  Sie werden als Mitarbeiter/innen zweiter Klasse angesehen.

In dem Kampf gegen die unfaire Behandlung erhalten die osteuropäischen Beschäftigten seit 2013 eine intensive Unterstützung durch das Projekt „Arbeitnehmerfreizügigkeit fair gestalten“. Arbeit und Leben e.V., eine Kooperation des Deutschen Gewerkschaftsbundes mit den Volkshochschulen in NRW, unterstützt osteuropäische Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen durch Fachberater/innen in arbeits- und sozialrechtlichen Fragestellungen. Fast tausend Menschen beanspruchten seitdem die Hilfeleistung der Beratungsstellen, die eng mit dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, den Gewerkschaften sowie mit den vergleichbaren Beratungsstellen des Projektes „Faire Mobilität“ in NRW zusammenarbeiten.

Was wurde mit der Arbeit der Beratungsstellen bisher erreicht? Welche Entwicklungen sind zu erwarten und was ist noch zu beachten, um bessere Ergebnisse eines Integrationsprozesses zu erzielen? Da sind die Fragen, die aktuell im europäischen Jahr 2019 gestellt werden.

In diesem Kontext lädt Arbeit und Leben DGB/VHS NRW, mit dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen und den DGB-Gewerkschaften in Nordrhein-Westfalen zur Tagung

Zukunft Europa: Die Arbeitnehmerfreizügigkeit praxisnah auswerten

  Mittwoch, 30. Oktober 2019 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr

      DGB-Bezirk NRW (Arthur-Hauck-Saal)

        Friedrich-Ebert-Str. 34-38, 40210 Düsseldorf

Gemeinsam mit Gewerkschaftler/innen und Fachexpert/innen werden vor dem Hintergrund der Beratungserfahrungen die aktuellen Problemlagen und die künftigen Herausforderungen konkretisiert und diskutiert. Gleichzeitig wird der Austausch zu der Situation von Neuzugewanderten aus Osteuropa ermöglicht, um für sie bessere Perspektiven auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu schaffen.

Ein detailliertes Programm wird zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Bei Fragen und Anmeldungen vorab wenden Sie sich bitte an :

Catalina Guia guia@aulnrw.de

Tel.: 01755884291 oder 0211 9380051

 

Zurück