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Achtes Marktwirtschaftsgespräch

Marktwirtschaftsgespräch Recklinghausen

Faire Löhne und kooperative Ausbildung. „Die Menschen in NRW sollen zu fairen Bedingungen und zu fairen Löhne arbeiten!“ Roland Matzdorf, Leiter der Abteilung Arbeit im Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NRW,  fasste in Vertretung des erkrankten Ministers Guntram Schneider die Ziele der Initiative „Faire Arbeit – Fairer Wettbewerb“ beim achten Marktwirtschaftsgespräch auf dem Neumarkt in Recklinghausen-Süd in einem Satz zusammen. Unterstützung fand er dabei von Andreas Meyer-Lauber, dem Vorsitzenden des DGB Landesbezirks NRW und Botschafter der Initiative. „In NRW arbeiten nach unseren Schätzungen 900.000 Menschen für Stundenlöhne unter 8,50 €, das ist nicht akzeptabel“, so der Gewerkschaftsvertreter.

Das Problem der Region brachten Landrat Cay Süberkrüb und der stellvertretende Bürgermeister Ferdinand Zerbst auf den Punkt. „Der Bergbau läuft uns nach! Es ist noch nicht gelungen, ausreichend neue Industriearbeitsplätze zu schaffen. Dabei brauchen wir Arbeitsplätze, von denen die Menschen auch leben können“, so der Landrat.

Ein positives Beispiel, wie zusätzliche Ausbildungsplätze für Jugendliche geschaffen werden können, stellte Magnus Gross vom Bildungsträger TÜV Nord mit dem Projekt „Kooperative Ausbildung an den Kohlestandorten“ vor.

Weitere Themen des Marktwirtschaftsgesprächs waren: Wie können rechtliche Standards bei Minijobs eingehalten und Minijobs in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung umgewandelt werden, welche Bedeutung haben ein Mindestlohn und ein allgemeinverbindlicher Tarifvertrag und wie kann Leiharbeit fair gestaltet werden. Moderator Helmut Rehmsen  diskutierte darüber mit Dr. Dietmar Thönnes  (Agentur für Arbeit Recklinghausen), Bernd Dreisbusch (Verdi Emscher-Lippe-Nord), Wilhelm Oberste-Beulmann und Stefan Päsel von START Zeitarbeit NRW.

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