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„Arbeitnehmerfreizügigkeit in NRW gestalten“

Landesprojekt „Arbeitnehmerfreizügigkeit in NRW gestalten“ stellt sich vor…

Staatssekretär Schäffer mit Mitarbeitern des Projekts

Im Rahmen der Initiative „Faire Arbeit – Fairer Wettbewerb“ fördert das Land Nordrhein-Westfalen das Projekt „Arbeitnehmerfreizügigkeit in NRW gestalten“. Dieses Projekt konzentriert sich auf Beratungsangebote explizit für zugewanderte Arbeitnehmer aus Ost- und Mitteleuropa. Am 07. November 2013, fand im ver.di-Haus Dortmund - im Rahmen der Eröffnungsfeier der DGB-Beratungsstelle „Faire Mobilität“ - die Vorstellung des Landesprojekts durch den Staatssekretär Dr. Wilhelm Schäffer statt.

„Arbeitnehmerfreizügigkeit in NRW gestalten“ kooperiert mit dem DGB-Projekt „Faire Mobilität“, welches ebenfalls auf die Beratung von Arbeitnehmern aus Ost- und Mitteleuropa ausgerichtet ist.

Andreas Meyer-Lauber, Vorsitzender des DGB NRW, wies zu Beginn der Eröffnungsfeier darauf hin, dass „Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen aus den mittel- und osteuropäischen EU-Staaten bei der Durchsetzung von gerechten Löhnen und fairen Arbeitsbedingungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt Unterstützung brauchen.“ Anschaulich schilderte Szabolcs Sepsi,  Mitarbeiter der Beratungsstelle „Faire Mobilität“, die Verhältnisse in der Fleisch- und Logistikindustrie, in denen Beschäftigte über (Schein-)Werkverträge angestellt werden oder als (Schein-)Selbständige  arbeiten. „Reguläre Zuschläge werden nicht gezahlt, der Lohn willkürlich gekürzt, viele arbeiten ohne ausreichenden Krankenschutz,“ so der ungarnstämmige Sepsi, der mit einem weiteren Mitarbeiter in deutsch, englisch, ungarisch und rumänisch berät.

Auch das Land NRW verfolge seit längerer Zeit die Entwicklung der Zunahme atypischer Beschäftigung, erklärte Staatssekretär Dr. Wilhelm Schäffer. Mittlerweile arbeite jeder vierte in atypischer Beschäftigung und jeder fünfte im Niedriglohnsektor. Um diese prekären Beschäftigungsverhältnisse zurückzudrängen, hat das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales, dieses Jahr die Landesinitiative „Faire Arbeit – Fairer Wettbewerb“ und das Projekt „Arbeitnehmerfreizügigkeit in NRW gestalten“, gestartet. Mit dem Projekt  wird zugewanderten Arbeitnehmern aus Ost- und Mitteleuropa gezielt ein Beratungsangebot ermöglicht.  Denn, so der Staatssekretär:  „Wir sind für Europa, wir sind für Arbeitnehmerfreizügigkeit, aber das darf nicht dazu führen, dass der Wettbewerb der zwischen den Ländern in der Wirtschaft besteht, künftig ausgetragen wird über Sozialdumping und Lohndumping“.