Schnellzugriff

Lohnhallengespräch "Betriebsräte und Leiharbeit"

G.I.B. Lohnhallengespräch am 17.04.2013

Als bloßes Flexibilisierungsinstrument der Betriebe bietet Leiharbeit weder dauerhafte noch existenzsichernde Arbeits- und Beschäftigungsverhältnisse. Leiharbeitskräfte arbeiten häufig zu schlechteren Bedingungen als Stammbelegschaften. Beim Lohnhallengespräch „Betriebsräte und Leiharbeit“, einer Veranstaltung im Rahmen der Initiative "Faire Arbeit - Fairer Wettbewerb" und in Kooperation mit der Technologieberatungsstelle beim DGB NRW (TBS), standen Betriebsräte aus Zeitarbeitsunternehmen und Entleihunternehmen im Mittelpunkt. Ziel war herauszufinden, wie sich die Bedingungen für Leiharbeitskräfte unter Beteiligung der Betriebsräte fairer gestalten lassen.

Umstrittener noch als der Begriff - „Leiharbeit oder Zeitarbeit?“, das Arbeitsministerium NRW hat sich klar für „Leiharbeit“ entschieden - ist die Beschäftigungsform selbst: Sehen die einen Leiharbeit als „Türöffner in die Arbeitsgesellschaft“, verwies Bernward Brink, Geschäftsführer der G.I.B., in seiner Begrüßungsrede vor allem auf die Benachteiligungen der Leiharbeitskräfte gegenüber der Stammbelegschaft, auf die in einer aktuellen Studie nachgewiesene Verdrängung regulärer Beschäftigung durch Leiharbeit sowie auf den utopischen Charakter der Behauptung, Leiharbeit könne den Weg für massenhafte Übergänge in reguläre Arbeit ebnen. Den Preis für den durch Leiharbeit erzielten Flexibilitätsgewinn der Unternehmen, schlussfolgerte er, zahlten die Leiharbeitskräfte, und begründete damit das „distanzierte Verhältnis“ zur Leiharbeit. Gleichwohl lässt sich ihre Existenz weder ignorieren noch verbieten, so Bernward Brink, aber immerhin „fair gestalten“. Ob und wie genau das möglich ist, dazu sollte die Veranstaltung einen Beitrag leisten.

Weiterlesen...

Weiterbildungsfonds Zeitarbeit - Agenda (Francesco Grioli, IG Bergbau-Chemie-Energie)

PDF Download

Mehr Informationen rund um das Thema Leiharbeit erhalten Sie hier.

 

Fotos